PSI steigert das Konzernergebnis nach neun Monaten um 92 %

  • Auftragseingang um 12 % auf 149 Millionen Euro verbessert
  • Konzernumsatz steigt um 7,4 % auf 136,6 Millionen Euro
  • Konzern-EBIT um 66 % auf 7,3 Millionen Euro gesteigert
Kennzahlen (TEUR) 01.01. – 30.09.2015 01.01. – 30.09.2014
(angepasst)
Veränderung
Umsatz 136.614 127.220 +7,4 %
EBIT 7.271 4.381 +66,0 %
Konzernergebnis 3.801 1.977 +92,3 %
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,24 0,13 +84,6 %

Berlin, 29. Oktober 2015 – Der PSI-Konzern hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 einen 7,4 % höheren Umsatz von 136,6 Millionen Euro erzielt (30.09.2014: 127,2 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) in den ersten neun Monaten wurde trotz anhaltend starker Investitionen in Softwaretechnologie um 66 % auf 7,3 Millionen Euro gesteigert (30.09.2014: 4,4 Millionen Euro). Das Konzernergebnis verbesserte sich um 92 % auf 3,8 Millionen Euro (30.09.2014: 2,0 Millionen Euro). Der Auftragseingang lag mit 149 Millionen Euro um 12 % über dem Vorjahreswert (30.09.2014: 133 Millionen Euro), der Auftragsbestand am 30.09.2015 verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 7 % auf 128 Millionen Euro (30.09.2014: 120 Millionen Euro).

Das Segment Energiemanagement (Gas, Öl, Elektrizität, Wärme, Wasser) erzielte in den ersten neun Monaten einen 7 % höheren Umsatz von 49,1 Millionen Euro (30.09.2014: 45,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments wurde gegenüber dem Vorjahr um 29 % auf 3,5 Millionen Euro gesteigert (30.09.2014: 2,7 Millionen Euro). Der Bereich Elektrische Energie setzte die positive Entwicklung mit mehreren bedeutenden Aufträgen deutscher Verteilnetzbetreiber auf Basis des aktuellen PSIcontrol-Produktreleases fort. Der Bereich Gas und Öl baute seine Position im skandinavischen Markt aus und setzte Maßnahmen zur Sicherung der Marktposition in Russland um. Im Bereich Energiehandelssysteme befindet sich das erste Virtuelle Kraftwerk für dezentral erzeugte Energien und industrielle Energie im Probebetrieb. Es wird weiter intensiv an Alleinstellungsmerkmalen in den Bereichen Intraday-Energiehandel, Regelenergiemarkt und Poolregler für heterogene Energieanlagen entwickelt.

Der Umsatz im Segment Produktionsmanagement (Rohstoffe, Metallerzeugung, Metallverarbeitung, Logistik) lag in den ersten neun Monaten mit 65,6 Millionen Euro 8 % über dem Vorjahreswert (30.09.2014: 60,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments wurde trotz bis zum Jahresende andauernden Investitionen in die Software für die Rohstoffgewinnung um 167 % auf 4,5 Millionen Euro gesteigert (30.09.2014: 1,7 Millionen Euro). Rohstoffförderer scheinen aufgrund der Marktlage vor allem in Effizienz zu investieren, daher ist für 2016 durchaus mit einem profitablen Folgeauftrag zu rechnen. Der Bereich Automotive und Industrie bereitet die Markteinführung des neuen, auf der Konzernplattform basierenden PSIpenta-Releases 9 vor. Nach zweieinhalb Jahren intensiver Entwicklung sind die Neuprodukte für die Produktionsdatenerfassung und Prozessvisualisierung (PSIjscada) und der Produktionsplanungsleitstand PSIjls bereit für Pilotprojekte. Mit diesen Neuprodukten sollen die rasch steigenden und technologisch anspruchsvollen Anfragen nach Industrie 4.0-Lösungen bearbeitet werden. In der Stahlindustrie haben sich die Auftragseingänge mit weiteren Konzernrahmenverträgen und Standardauslieferungen auf Basis der Konzernplattform, insbesondere in Europa, weiter stabilisiert. Der Logistikbereich hat das erste auf der Konzernplattform basierende Lagersystem in Betrieb genommen und mit dem Upgrade der Bestandskunden begonnen. Die in der neuen Konzernplattform 2.12 enthaltene über drei Jahre entwickelte und in ersten Kundenprojekten erfolgreich eingesetzte Technologie „PSI Click-Design“, mit der Bedienoberflächen per Click-, Drag-and-Drop komponiert werden, senkt künftig die Entwicklungsaufwände und ermöglicht Partnern, Endkunden und deren IT Abteilungen eigene Gestaltungsmöglichkeiten.

Im Infrastrukturmanagement (Verkehr und Sicherheit) lag der Umsatz mit 21,9 Millionen Euro 6 % über dem Vorjahreswert (30.09.2014: 20,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments verringerte sich durch die schwache Entwicklung in Südostasien und Anpassungskosten auf –0,02 Millionen Euro (30.09.2014: 0,9 Million Euro). Der Bereich öffentlicher Personenverkehr steigerte Umsatz und Ergebnis und auch PSI Polen trug gewohnt gut zum Ergebnis bei.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns wurde gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 auf 1.665 erhöht (30.09.2014: 1.660). Einer Ausweitung der Kapazität bei PSI Metals durch die Akquisition der Broner Metals im 4. Quartal 2014 steht eine Personalreduktion um etwa 40 Mitarbeiter in Südostasien im Jahr 2015 gegenüber. PSI hat außerdem Mitarbeiter aus den Upstream- in die Downstreambereiche versetzt, da die niedrigen Energie- und Rohstoffpreise die Gewinne und die Ausrüstungsnachfrage vom Anfang zum Ende industrieller Wertschöpfungsprozesse verlagern. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 0,9 Millionen Euro positiv, lag aber unter dem Vorjahreswert (30.09.2014: 2,8 Millionen Euro). In China und Südostasien wurden Maßnahmen zum Abbau des marktspezifisch höheren Working Capital und der Währungsrisiken deutlich intensiviert. Die auf 29,4 Millionen Euro erhöhten liquiden Mittel (30.09.2014: 22,7 Millionen Euro) dienen auch weiterhin der Absatzfinanzierung.

PSI erwartet in den nächsten Quartalen vornehmlich in westlichen Industrieländern eine Fortsetzung der guten Entwicklung in den Downstreambereichen Energieverteilung, Logistik, Airport, Automotive und Maschinenbau. Aufgrund der guten Auslastungs-, Auftrags- und Nachfragesituation strebt das Management trotz der Währungseffekte und der Herausforderungen in den BRIC-Staaten weiterhin mit Zuversicht an, das im Geschäftsbericht formulierte Jahresziel von 11 Millionen Euro für das Betriebsergebnis zu erreichen und mit einem etwa zweistelligen Auftragseingangs- und Umsatzwachstum gut in das Jahr 2016 zu starten.

Die PSI AG entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte komplette Lösungen für Energiemanagement (Gas, Öl, Elektrizität, Wärme, Energiehandel), Produktionsmanagement (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik) und Infrastrukturmanagement für Verkehr und Sicherheit. PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt 1.700 Mitarbeiter weltweit.