Netzberechnungen für Gas-, Fernwärme- und Wassernetze

Auch für die Versorgungssparten Gas, Wasser und Fernwärme bietet PSIcontrol umfassende, in das Leitsystem integrierte Netzberechnungsfunktionen. Je nach Aufgabenstellung werden stationäre, quasistationäre und instationäre Netzberechnungen unterschieden:

  • Bei stationären Netzberechnungen wird die Zeitabhängigkeit des Netzzustands nicht berücksichtigt. Stationäre Netzberechnungen werden typischerweise zur Berechnung von Wassernetzen und Niederdruck-Gasnetzen eingesetzt.
  • Bei quasistationären Netzberechnungen wird eine Sequenz von stationären Rechnungen durchgeführt. Schaltzustände und Ein- bzw. Ausspeisemengen können dabei über den Rechenhorizont verändert werden. Auf der Basis dieser abschnittsweise zeitunabhängigen, hydraulischen Netzzustände können dann Transportprozesse berechnet werden (z. B. Qualitäts- und Temperaturverfolgung, Wasseralter). Quasistationäre Netzberechnungen kommen besonders für die Berechnung von Fernwärmenetzen, aber auch für die Berechnung von Wassernetzen und Niederdruck-Gasnetzen in Frage.
  • Bei instationären Netzberechnungen wird der Strömungszustand selbst zeitabhängig modelliert. Dadurch können die Netzatmung (z. B. in Gasnetzen) oder Druckstöße berücksichtigt werden. Auch bei instationären Netzberechnungen ist eine Qualitätenverfolgung möglich. Sie werden für die Berechnung von Hochdruck-Gasnetzen und Pipelines eingesetzt. Für die instationären Netzberechnungen setzen wir den Rechenkern PSIganesi unseres Schwesterbereichs PSI Energy Oil & Gas ein.

Folgender Funktionsumfang steht in PSIcontrol für die Berechnung von Rohrnetzen zur Verfügung:

  • Zustandsschätzer bzw. Zustandsbeobachter,
  • Zyklisch vorausschauende Simulation,
  • Vorausschauende Simulation,
  • Stationäre Simulation,
  • Planungssimulation.
Rohrnetzberechnung - instationär und stationär
Rohrnetzberechnung - instationär und stationär
Quasistationäre Berechnung im Fernwärmenetz
Quasistationäre Berechnung im Fernwärmenetz